![]() | Wirtschaft Krise 2010 Wie die Immobilienblase die Wirtschaft in die Krise stürzt von Fred Harrison Übersetzt von Andreas Schieberle; Übersetzt von Marlies Ferber 299 Seiten; m. 13 SW-Abb.; 2008 Wiley-vch ISBN 978-3-527-50387-2
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Besprechung "Beinahe prophetisch mutet dieser Tage Fred Harrisons Neuerscheinung zur Finanz- und Immobilienkrise in den USA an....Eine präzise Analyse mit Blick auf historische Hintergründe und künftige Entwicklungen, in welcher der Autor Szenarien, die eben jetzt in der Weltwirtschaft passieren, bereits teilweise vorweggenommen bzw. vorausgesehen hat." (Der Standard, 16.07.08) "boerse.de-Urteil: Fred Harrison liefert eine eingehende Analyse der historischen Hintergründe, zeigt mögliche Szenarien für die Zukunft der Weltwirtschaft auf und bietet Anlegern wertvolle Tips, mit welchen Anlage- und Sparmodelle Sie sich gegen die globale Rezession absichern können. Lesenswert!" (boerse.de Magazin, Ausgabe 30, 25.07.08) "Schon vor drei Jahren warnte Harrison vor einem Platzen der Immobilienblase. Vergangenes Jahr war es so weit. Das Buch liefert eine fundierte Analyse." (SZ, 23.08.08) "... Fred Harrison hingegen versetzt die Zielgrupe der Anleger in Angst und Schrecken. ..." (Sparkasse, Nr.8/2008, S.44) Kurztext / Annotation Zehn Jahre bevor die Rezession in den 1990er Jahren stattfand, sagte Fred Harrison sie bereits voraus. 2010 rechnet er nun ausgehend von einer erneuten Immobilienkrise mit einer weltweiten Wirtschaftsrezession. Langtext Eine der Hauptfunktionen von Regierungen ist es, die wirtschaftliche Stabilität zu sichern, damit Unternehmer und Hauseigentümer mit genügend Vertrauen sparen und investieren können. Unglücklicherweise, so die Argumentation des Autors, gibt es jedoch in jedem kapitalistischen System destabilisierende Mechanismen, die Ökonomen normalerweise am liebsten ignorieren. Zehn Jahre bevor die Rezession in den 1990er Jahren stattfand, sagte Fred Harrison sie bereits voraus. Im August 2005 behauptete er, dass innerhalb von maximal 3 Jahren weltweit die Immobilienblase platzen würde. Schaute man 2006 nach Amerika und wenig später nach Großbritannien, scheint Fred Harrison Recht zu behalten. Sein Zukunftsszenario für 2010 sieht nun - nach einem beachtlich unspektakulären 18-Jahres Zyklus - eine weltweite, von einem Kollaps der Verbrauchernachfrage getriebene, Rezession voraus. In den USA und in England begann die Hypothekenkrise schon im Jahr 2006. Die Banken vergaben immer mehr Hypothekenkredite an weniger finanzkräftige Familien und Privatpersonen und besicherten dieses erhöhte Risiko wiederum bei anderen Banken bis zu dem Zeitpunkt an dem die Kreditnehmer ihre Raten nicht mehr zahlen konnten. Das führte dazu, dass die Immobilienpreise in den Keller stürzten und die abgesicherten Kredite nichts mehr wert waren. Keiner wollte mehr damit handeln. In England war zuerst die Northern Rock Bank (die fünftgrößte Bank Englands) davon betroffen. Nachdem publik wurde, dass die Bank enorme Kreditausfälle wegen ausbleibender Ratenzahlungen und Spekulation mit unsicheren Hypthokenkrediten zu verzeichnen hatte, haben die Anleger das Vertrauen in die Bank verloren und stürmten panikartig die Bank, trotzdem die Bank beteuerte, dass sie durch Notverkäufe liquide bleiben würde und kein Anleger um sein Geld fürchten müsse. Allein dieser Vertrauensverlust in die Banken ist ein großer Störfaktor und ein Mitverursacher der Krisen. In Deutschland meldeten bisher die IKB, die WestLB, die SachsenLB, Deutsche Bank und Commerzbank enorme Verluste in der Hypothekenkrise. So musste die KfW die IKB stützen, die SachsenLB hatte sich derart verspekuliert, dass die Landesbank Baden-Württemberg sie übernehmen musste. In Zeiten, in denen die Wirtschaft nun nicht mehr nur national sondern immer globaler vernetzt ist, werden sich diese Entwicklungen bald überall bemerkbar machen. Enden wird alles in einer globalen Wirtschaftsrezession. Ebenso wie Fred Harrsison, auf der Basis seiner Erkenntnisse, Anlegern geeignete Anlage- und Sparmodelle vorschlägt, weist er außerdem Politiker darauf hin, wie über ein geeignetes Steuermodell die Blasen neutralisiert werden können. Biografische Anmerkung zu den Verfassern Fred Harrison, Geschäftsführer des Land Research Trust in London, war lange Zeit als Berater der (Duma)Volkskammer in Russland tätig. In jüngster Zeit analysierte er vermehrt wirtschaftliche Missstände in Marktwirtschaften. Er ist Direktor des britischen Economic Indicator Service. | ||||
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